Luis Stabauer

Atterwellen   Leseprobe aus dem Episoden-Roman
   „Atterwellen“

   Kapitel 3 Heu

Schon am Vormittag war es sehr heiß, die Kinder spielten beim Bauern nebenan. Josefa kam heim und erzählte ihrer Mutti, der Weiß Ferdinand und der Hart Gunther hätten ihr das Hoserl runtergezogen und sie angeschaut. Was soll aus diesen Kindern werden, wenn sie als Zehnjährige schon solche Sachen treiben, dachte Erni, nahm ihren eigenen kleinen Sohn auf den Arm und ging, um gleich mit den beiden Müttern zu reden. Ob sie wüss­ten, was ihre Buben machten und dass sie ihre Pepperl schüt­zen müsse?, suchte Erni ihr Verständnis. ‚Kinder halt‘, sagte die Weiß, und die Hart lachte nur. So helfen sie nur ihren Buben zur Schlechtigkeit fort, dachte Erni und ging niedergeschlagen nachhause. Dort legte sie als Erstes ihr Burli an. Erni konnte sei­ne Speckfalten sehen, die Milch floss ihm zu stark zu. Dann ließ sie ein entferntes Grollen zum Fenster aufschauen.
Erste Blitze entluden sich aus dem aufsteigenden Schwarz über dem Buchberg. Die Ränder der Wolken waren noch von der Sonne beleuchtet.

– Schnell, schnell!, hörte Erni da den Bauern.
Er streckte seinen roten Kopf beim Fenster herein.

– Komm heraus und hilf beim Heu, es wird gleich regnen!

Kurz war Erni verzagt. Gerade hatte sie Burli aufs Topferl ge­setzt, und sie wusste, wenn sie ihn dabei nur einen Augenblick aus den Augen ließ, stand er auf und warf den Topf um. ....... Wann reißt der Himmel auf, Ihr Haus, Fortsetzung

E-Book Atterwellen (Hollitzer Verlag): http://bit.ly/2edcXq3

Leseprobe aus dem Roman
„Wann reißt der Himmel auf“

Ihr Haus

Zu ihrem fünfzehnten Geburtstag wollte sie eine Party feiern, es wurde ihr nicht erlaubt. Hartwig kam in ihr Zimmer. Wortlos, mit starrem, arrogantem Blick ging er auf die Gothic- Poster zu, riss sie von der Wand und zerknüllte sie: „Du bist
jetzt alt genug, um vernünftig zu werden, ich werde dich nicht dieser Teufelssekte überlassen. Mit Vati habe ich besprochen, dass deine Anlage und der Walkman weggeräumt werden, bis du aufhörst, diese schreckliche Musik zu hören“.
 
Julia fühlte unsagbare Wut und Ohnmacht. Keine einzige Träne lief ihr über die Wangen, sie rang nach Luft. Die Musik von Bauhaus und The Sisters of Mercy gab ihr den Sinn des Lebens. Sie hasste ihren Bruder Hartwig in diesem Moment,
sie hasste sich selbst, alles: die Spießigkeit der Familie, deren Gleichgültigkeit, die Rituale, wer wann was sagen durfte, welche Sendungen im Fernsehen anzuschauen waren und welche nicht.
 
Immer wenn es unerträglich wurde, zog sie sich zurück, konnte mit ihrer Musik die Familie für einige Stunden verlassen. Mit ihrer Musik konnte sie wegdriften, war für einige Stunden ganz in ihrer Welt. Die Poster an der Wand ließen sie
schwärmen. Zu ihrem fünfzehnten Geburtstag wollte sie die Musik, ihr Zimmer, ihr Leben, wenigstens alleine genießen.
 
Hartwig war kräftig, er ließ ihr keine Chance. Nach seiner Attacke versperrte Julia die Türe und blieb lange auf der Sofa sitzen. Irgendwann, es war bereits finster, tauchten Bilder auf, die sie erschauern ließen....... Wann reißt der Himmel auf, Ihr Haus, Fortsetzung

 

Der Kopf meines Vaters

Leseprobe aus dem Buch
„Der Kopf meines Vaters“

Interview mit der Zeitzeugin Grete Plotnarek:
Von den Geschehnissen in der Zeit vor der Verhaftung hast du schon einiges erzählt. Wie ist es dann tatsächlich zur Verhaftung deines Vaters gekommen?
Der Grund war eindeutig der Spitzel. Aber wir haben vorher noch darüber gelacht. Mein Vater hatte einen Ledermantel und ein weißes Kapperl. Mein Cousin Willi, also sein Neffe, hat ihm wahnsinnig ähnlich gesehen und hatte auch einen Ledermantel und ein weißes Kapperl. Wenn die Gestapo draußen gestanden ist – die haben die Verdächtigen ja immer verfolgt – hat mein Vater gesagt: „Willi, geh’ du zuerst!“ ...

 

Leseprobe aus dem Fachbuch mit Projektroman
„Entfachen Sie das TEAMFEUER -
Soziale Kompetenz, DER Erfolgsfaktor im Projektmanagement“

Aus der Story: Der Projektleiter Walter Punkt kommt wieder einmal zu seiner Coach, Katharina Berghof:
Walter klopft zweimal kurz und tritt in Katharinas Büro. „Hallo Katharina, ich bin hoch motiviert, hast du eine Vermutung, warum?“ Katharina steht hinter ihrem großen, hellbraunen Schreibtisch auf und reicht Walter zur Begrüßung die Hand. „Hallo Walter. Freut mich, dich so gut gelaunt zu sehen. Hat dich dein Personalvorstand schon wieder gelobt? Oder hat Österreich ein Fußballspiel gewonnen?“ Sie lächelt ihn entwaffnend an. ... Leseprobe Entfachen Sie das Teamfeuer

Mit Karrikaturen, vielen Grafiken und Flip-Chart-Beispielen; 291 Seiten, € 24,90 per Mail: Entfachen Sie das TEAMFEUER oder über Bestellbutton