Luis Stabauer

 I foa umi

„Wia mochmas denn heia? Kafma ins wida a poa Knåla? 

„I bin ned deppat! In 45 Minuten bin i aun da tschechischen Grenz, des kost me maximal via Lita Benzin. Und glei drübn, stengan d’Standl. Exzellente Woa, sag i da, de siagst weit und heast no in fümf Kilometa gråcha. I kaf a bissl mea und de vakaf i daun. Brauchst a oa? Moang foari.“

„Ja guat, i muas z’Sivösta eh bis auf d’Nacht oabeitn, da Schef hat uns an zwöfa aufibrumt, da hab i koa Schaus. Nimma zehne mit, heast. Wüstas Göd glei?“

„Na, i woas no net was genau kosten – via di schlåg i nur zehn Prozental drauf. Passt des?“

„Eh kloa, i hoimas übamoagn, damids uandli tuscht z‘Süvesta. Åba sag, muast du net in d’Hackn, i hab di gestan a schon daham gseng?“

„A wo, i hab freigriagt, wia ma so sågt, ha, ha, ha, den Varein, wo i ois Haumasta goabeit hab, haumsas Göd ohdraht. Angebli vo da Regirung, hat da Chef gsågt, åba des glaub i eam net, wäu mei Chef is a festa Roda.“

„Da hast recht, goi, mia san ned deppat!“

 

Motiv ist ein Motiv, ist ein Motiv

Währen das Motiv beim Fotografieren, oder als Einheit eines musikalischen Themas bekannt ist, wird es im allgemeinen Sprachgebrauch für die Literatur kaum verwendet.

Dabei ist das Motiv der rote Faden beim Schreiben, ist die innere Struktur, die die Handlung des Textes trägt und weiterentwickelt. Das Motiv ist der Motor des Textes. Ob daraus Prosa, oder Lyrik entsteht hängt mit der Ausdrucksvorliebe und mit vorherrschenden Stimmungen zusammen.
Welche Motive hinter meinen Beispieltexten liegen, darf offen bleiben. Wenn mir jemand dazu Fragen stellt, oder Vermutungen hat und diese an mich rückmeldet, trete ich gerne in eine Kommunikation ein.

Oder:

Hoffnungen und Befürchtungen verändern sich
Erinnerungen und Träume vermischen sich
Damit sie mir nicht entkommen
Schreibe ich sie auf
Ordne sie neu
Drehe sie um
Sie werden
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