Luis Stabauer

Lucía geht auf Reisen

1.5.18

Friedinger und Kutzenberger motivieren mich auch wieder mehr mit dem Autobiografischen zu spielen (in Atterwellen war es gegenwärtig). Was genau wird das für Lucía heißen? Darf ich ihr begegnen, manchmal, immer wieder, schon in Barcelona, wo und wann wird Barcelona eingereiht? Sollte ich einer der Götter sein, mich eventuell hinter Dionysos halb verstecken, hervortreten? Was hätte Dionysos am Tag der Arbeit gemacht?

2.5.18

Aufbruch, du kommst gerade recht. Versteck dich nicht hinter deiner Resignation, komm Lucía. Stelle die Mutlosigkeit in ein Eck, du kannst sie immer noch abholen, wenn dich deine Feigheit jemals gebrochen haben wird. Komm. Steh auf, Depressionen greifen um sich. Deine Lieder klingen noch. Ab morgen bekommst du neue Impulse, neue Rhythmen. Lass wachsen, was passiert, hege die Gedanken, führe sie weiter und drehe sie nach allen Richtungen. Barcelona wird dir guttun.

3.5.18

Aufbruch nach Barcelona, Gespräche mit Joana und Jordi für Sonntag vereinbart, am Freitag ein Tanzabend en la „Casa de la danza“, CNT Kontakt ist noch offen. Ob Dionysos aus dem Meer steigen wird?

Wie Vögel so sind: Sie zwitschern, provozieren. Sagen nichts. Es sei bereits alles gesagt. Macht es Sinn, jemanden etwas zu sagen, der es sich womöglich noch merkt und nach Belieben interpretiert, Fragen stellt? Wer zwitschert hier am Mittelmeer? Die Freiräume knirschen, das Korsett wird geschnürt.